Reportagen

Bericht über die Ausstellung „Frei sein“ in der Galerie in der Victoriastadt, Berlin-Lichtenberg

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In der Galerie in der Victoriastadt wurde am 15. September im Rahmen der Langen Nacht der Bilder die Ausstellung „Frei sein“ eröffnet. Die Gruppe „Zehn Frauen auf Reisen“ präsentiert noch bis zum 17. Oktober 2017 zeitgenössische Textilkunst. Teile der Ausstellung waren bereits bei der TEXTILE ART BERIN 2017 zu sehen. Über die Entstehung der Ausstellung hatte ich bereits im Juni berichtet, hier können Sie den Bericht noch einmal nachlesen.

Klara Atalla, Renate Büning-Feyzee, Edda Gehrmann, Margit Gröhlich, Brigitte Herbich, Erika Hinze, Eva Kowalski, Christel Rebuschat, Birgit Ströbel und Natacha Wolters haben die Ausstellung nun um weitere Werke bereichert. In der Galerie werden die kleinen Werke prachtvoll in Szene gesetzt.

Klara Atalla war auf der Suche nach Möglichkeiten, mit Linien zu arbeiten und die Linien in Bewegung zu bringen.

Renate Büning-Feyzee zeigt zum einen das Werk, das schon bei der TEXTILE ART BERLIN zu sehen war:  Schildkröten, die eingezwängt in ein Gefängnis sind. Der Titel lautet „Ob sie den Weg ins Freie finden?“ Zusätzlich sind mehrere weitere kleine Werke zu sehen: zwei Applikationsarbeiten, zwei Arbeiten mit dem Titel „Stoffmarkt“ und eine Collage.

Edda Gehrmann hat mehrere Experimente gemacht. Sie hat mit kleinen Federn gearbeitet, die ihr beim Bettenschütteln aufgefallen sind. Sie hat Stoffe einfach gerollt. Sie hat die kleinen Figuren aus den Überraschungseiern in den Backofen geschoben und zusätzlich mit dem Bügeleisen bearbeitet. Schließlich  hat sie einfach in den Papierkorb gegriffen.

Margit Gröhlich hat ein Stück Stoff mit drei verschiedenen Farben marmoriert und das Werk dann noch mit Garn und Perlen ausgearbeitet. Es sei dann zusätzlich eine Bewegung in diese marmorierte Struktur gekommen und dann auch noch Tiere entstanden.

Brigitte Herbich hat Experimente mit offenen Nähten gemacht. Sie erzählte: „Eine Idee von Wasser, Sturm, Dunkelheit, aber der Aufschlag kommt zum Strand. Da war auf einmal dieses Bild von diesem tobenden Meer, und dann eröffnete sich das Ausplätschern des Sturms am Ufer, Helligkeit, Sedimente, vom Meer mitgetragen.“

Erika Hintze wollte gern gerne aus Alt Neu machen, Upcycling. Sie habe willkürlich Schnipsel oder Ausschnitte arrangiert, ohne geometrische oder bildliche Anordnung. Die Arbeit trägt den Titel: Rot trifft Schwarz. Die Stoffe seien von längst verstorbenen Tanten von ihr

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Eva Kowalski arbeitete zum Thema „Ins Offene geht eine Sehnsucht“. Eine weitere rechteckige Arbeit trägt denselben Titel. Zusätzlich sind drei Arbeiten mit dem Titel „Frühes Leid“ ausgestellt.

Christel Rebuschat hatte in der Ausstellung bei der TEXTILE ART BERLIN Arbeiten gezeigt, bei denen sie sich mit der Frage befasst hatte: „Was wird vielleicht 2030 sein? Werden die Roboter vielleicht die Menschen antreiben, was heute umgekehrt ist.“ Zusätzlich zeigt sie in der Galerie sehr schöne Papierarbeiten.

Birgit Ströbel sagte, das Thema „Frei sein“ habe sie fasziniert und sie habe sich immer wieder überlegt, was  „Frei sein“ für sie bedeute. Sie hat dann drei Themen gefunden: das erste ist „Tanzen“, das zweite „Träumen“ und das dritte „Neues Wagen“.

Natacha Wolters sagte, sie arbeite oft mit Türen- und Fensterbildern. Sie habe immer auch Sachen, die angefangen und nicht abgeschlossen seien. Das sei sehr produktiv, denn irgendwann habe man einen neuen Blick drauf und habe neue Ideen.

Die Ausstellung läuft bis zum 17. Oktober in der
Galerie in der Victoriastadt, Türrschmidtstraße 12, 10317 Berlin
Öffnungszeiten: nach telefonischer Vereinbarung unter 030 / 3 05 32 38