Reportagen

3. Perlen- und Textilbörse im Museum Europäischer Kulturen in Berlin-Dahlem 13. und 14. Oktober 2018 – Ein Ausstellungsbesuch

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An diesem leuchtenden Oktoberwochenende, das verlockte noch einmal ein Sommerkleid und Sandalen zu tragen, konnte man allerhand in Berlin unternehmen. Eines der schönsten Ziele war sicher die Perlen- und Textilbörse im Museum Europäischer Kulturen (MEK), die nun schon das dritte Mal stattfinden konnte, auch dieses Mal wieder in Zusammenarbeit des MEK mit der französischen Künstlerin Natacha Wolters und ihrer Gruppe, den Bead People Berlin.

Kaum im Foyer angekommen, konnte die Besucherin direkt eintauchen in die vielfältige Welt von Perlen und Textilem: 74 Sampler von 52 Künstlerinnen unter dem Motto „Von sonnig bis mysteriös in Lila und Gelb“ wiesen schon voraus auf die Textile Art im kommenden Jahr. Gesticktes, Genähtes, Gefilztes, Appliziertes, Geflochtenes, Gefärbtes, flach oder erhaben, gekräuselt, glatt, glänzend oder staubmatt, hauchzart oder kräftig – hier wurde die ganze Bandbreite textiler Kunst aufgefächert.

Fast dreißig Künstlerinnen breiteten in den Museumsräumen des Erdgeschosses ihre Arbeiten aus. Die Präsentation inmitten der Museumsexponate stellt eine ganz eigene Atmosphäre her, die mir besonders gut gefällt. Das Textile und die Perlenarbeiten waren etwa gleich stark vertreten und beides in großer Vielfalt. Wieder beeindruckten mich die so unterschiedlichen Arten, Perlen zu verarbeiten und Glanzstücke des Schmucks daraus zu machen. Und „Glanzstücke“ muss hier nicht immer Üppigkeit und Größe heißen, sondern schließt auch schlichtes Design ein, das so raffiniert sein kann.

Bei der Textilkunst hatten es mir dieses Mal die Seide und der Filz angetan: die Seide in all ihrer Zartheit,…

und der weiche Filz, der sich überraschenderweise auch in Perlen (etwas größeren Formats) verwandeln lässt oder in Leuchtkörper für die Wohnung.

Besucherinnen, die Material für ihre eigenen Arbeiten suchten, konnten auch fündig werden.

Auch für Gespräche der Besucherinnen und Besucher mit den Künstlerinnen gab es ausreichend Möglichkeiten, die – wie mir schien – dieses Mal besonders intensiv genutzt wurden.

Das Museumscafé bot wieder allerhand Leckeres zum Schnabulieren und Energietanken. Dieses Jahr konnte man mit Kaffee, Tee und Kuchen oder Quiche in der Sonne draußen unter den alten Bäumen sitzen. Einen so schönen Platz ‚open air’ bieten nur wenige Museen in Berlin!

Alle Fotos stammen von Birgit Ströbel